Spritzweinjugend, gemma!

WANTED:

Männer und Frauen zwischen 18 und 25, die etwas zu sagen haben, sich Gedanken machen und hungrig sind auf das, was kommt.

Ich suche die Kinder der Generation Gameboy und Furby, deren erstes Handy ein Modell war, das auch den ärgsten Schulhofkick unbeschadet überstanden hat und dessen Akku auch heute noch zwei Balken aufweisen würde, hätten wir uns vor einigen Jahren nicht für Selfiekamera und Wischiwaschi-Tastensperre entschieden.

Genau diese 90s-Kids sind es, die sich heute tätowiert, gepierct und durchgestylt auf einen Spritzwein treffen, sich durch Modewörtern wie „Hipster“, „Veganer“ oder „Food-Blogger“ selbst einen Stempel aufdrücken und die noch so viel vorhaben, dass ein Leben dafür wohl kaum reicht. Zugegeben war das jetzt etwas überspitzt formuliert, denn mir ist bewusst, dass es inmitten der Altersgruppe 18-25 weitaus mehr zu entdecken gibt als Hipster, Veganer und solche, die es noch werden wollen.

Wenn man die Augen offen hält und Facebook, Instagram & Co. regelmäßig einen Besuch abstattet, dann bleibt einem wohl kaum verborgen, dass da draußen (Keine Angst, nicht zu weit draußen. Nur Österreich und so.) junge Menschen lauern, die auf den perfekten Augenblick warten, um zuzuschnappen. Ihre Beute ist das Leben, das sie zu fassen versuchen und es dann ausquetschen, um das meiste aus ihm herauszuholen.

Die viel zitierte „Generation Y“ hat sich längst zur „Generation Y not?“ entwickelt. Warum nicht ein Buch schreiben, sich ehrenamtlich engagieren oder sportliche Höchstleistungen vollbringen? Die Kinder von damals lassen heute bei Shootings die Hüllen fallen, treten in die Fußstapfen ihrer Eltern oder erklären uns medienwirksam, wie man den perfekten Cupcake kreiert und knöpfen uns auf diese Art und Weise das eine oder andere „Like“ oder Kommentar ab.

Diese „Generation Y not“ ist es, die ich in nächster Zeit kennenlernen möchte. Denn obwohl wir uns selbst als junge, verantwortungs- und umweltbewusste, zivilisierte, kreative, politisch aktive, rücksichtsvolle, geile und – überhaupt und ganz und gar – korrekte Weltbürger sehen, teilt nicht jeder in unserer Gesellschaft diese Meinung. Es scheint so, als müssten wir uns unsere (verdiente?) Stellung erst erkämpfen und beweisen, dass wir nicht die unmotivierten, mediensüchtigen, politisch frustrierten und versoffenen Vollkoffer sind, für die wir ab und an gehalten werden.

Deshalb auch der etwas pikante Name „Spritzweinjugend“. Er kokettiert mit dem Klischee, dass unsere Altersgruppe außer der Zufuhr alkoholischer Getränke nicht viel anderes als Freizeitbeschäftigung im Sinn hat und will genau das Gegenteil beweisen – zeigen, welches Potential in dieser Spritzweinjugend steckt.

Selbst wenn „die Jungen“ etwas leisten und/oder auf die Beine stellen, wird diese Leistung nicht immer entsprechend anerkannt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Eine Erfahrung, die mir in meinen 21 Lebensjahren gezeigt hat, dass es eine Gratwanderung zwischen Fremdunter- und Selbstüberschätzung ist, die es zu meistern gilt. Nach einer Morgens-raus-und-abends-rein-Kindheit in der tiefsten Südweststeiermark habe ich mich langsam aber sicher vom übergewichtigen Kind zu einem selbstbewussten, kritisch-denkenden jungen Mann entwickelt, der vor allem in den letzten drei Jahren herausgefunden hat, wofür er eigentlich steht und was er sich vom Leben erwartet. Wahrscheinlich manchmal zu viel, aber gerade dieses zu viel oder zu wenig Erwarten ist es doch, das diese Jahre so spannend macht. Nach HAK-Matura und Zivildienst hat es mich nach einem Schicksalsschlag nach Graz verschlagen. Um zu studieren und flanieren, zwischen Schlossbergknutschen und Univiertelrausch. Ab und zu darf ich als Moderator bei verschiedenen Veranstaltungen tätig sein. Wenn die Worte „Meine Damen und Herren, herzlich willkommen …“ über meine Lippen kommen, dann spüre ich ein Gefühl in mir, das manche wohl erst bei einigen Zügen bekommen. Ich genieße diese Auftritte und hoffe, auch in Zukunft noch hier und da auf der Bühne (Anmerkung: Wenns kane gibt, is a wurscht!) zu stehen. Wichtig sind mir (eh kloa) Familie, Freunde, Sport, Mode und dass man etwas zu sagen hat, weiß wofür man steht, wer man ist.

Obwohl ich zugegebenermaßen manchmal gern im Mittelpunkt stehe, war’s das jetzt mit der Selbstdarstellung, die eigentlich keine werden sollte. Mir ging es nur darum zu zeigen, mit wem ihr es zu tun habt.

Bei all den Geschichten über die „jungen Wilden“ kann ich höchstens Co-Autor sein – geschrieben werden bzw. sind sie schon vom Leben – und niederschreiben, was bereits ist, was war und was noch kommt. Die Fragen „Wo stehst du?“, „Woher kommst du?“ und „Wo willst du noch hin?“ sollen im Zentrum dieser Geschichten stehen.

Ich möchte Interviews führen, euch einige Stunden begleiten oder mich einfach nur auf einen Kaffee (oder Spritzwein) mit euch treffen, um zu erfahren, wer ihr seid und was ihr mit euren Projekten, Ideen, Blogs, Träumen, Geschichten und Taten erreichen wollt.

Als „Initiationsritus“ dient die Unterschrift auf einem Weinglas mit dem Spritzweinjugend-Logo. Dieses Glas soll leer bleiben und in gewisser Weise doch gefüllt werden. Mit eben diesen Ideen, Taten und Vorhaben. Mit eurem Kampfgeist und Gestaltungswillen.

 

Mein Name ist Patrick Schlauer und auch ich bin hungrig. Hungrig auf eure Geschichten und Leben, die in Zukunft hier Platz finden sollen. Wir wollen hier niemandem eine politische Bühne bieten, aber wir wollen Werbung in eigener Sache machen und zeigen, was in uns steckt … denn eigentlich sind wir schon ziemlich geil.

 

Also, falls ihr selber so jemand seid oder jemanden kennt, der jemanden kennt, der … meldet euch.

 

Die Spritzweinjugend auf Facebook

patrick.schlauer@gmail.com

Patrick Schlauer auf Facebook

Instagram: schlauerpatrick

 

 

10 Gedanken zu “Spritzweinjugend, gemma!

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