Die Schöne und das Feast

Bussi links, rechts, links, drei Mal. Ich hab’s nicht vergessen. Die Begrüßung ist bei der feschen Südoststeirerin Standard. Standard ist auch ein Styling, mit dem man sich sehen lassen kann. Apropos sehen lassen: Das kann man(n) sich mit ihr wirklich. Sie ist ein Blickfang, heute mit verspiegelter Sonnenbrille und silbernem Sommerkleid. Mir fällt immer wieder auf, dass sich sowohl Männer als auch Frauen nach ihr umdrehen.

Sie ist ein bisserl Diva und ganz viel das Dirndl von nebenan.

Es ist wahrscheinlich einer der letzten heißen Sommertage. Wir treffen uns am Streetfoodmarket in Graz.

Ich versuche immer wieder, meine Fragen den verschiedenen Gerichten anzupassen. Wir bestellen einen Wrap mit Gemüsefüllung – etwas Leichtes zum Einstieg, so wie auch meine Frage.

Wir kommen schnell ins Gespräch. Zwar kennen wir uns schon etwas länger, über ihre Social-Media-Rolle haben wir allerdings noch nie wirklich gesprochen. Deshalb möchte ich wissen, wie es dazu gekommen ist. Was war der Auslöser für ihre Online-Präsenz, die ihr schon einige Jobangebote beschert, schon einige (Studio-)Türen geöffnet hat?

Sie muss nicht lange überlegen. Sie hält das Diktiergerät (Ja, so professionell sind wir, bistu deppert!) in der Hand und es sprudelt aus ihr heraus.

„Ich wollte zuerst überhaupt kein Instagram. Ich hab mich richtig dagegen gewehrt.“ Angespornt durch eine Freundin hat sie’s dann doch installiert und wurde süchtig, wie sie selbst sagt. Nicht nach Aufmerksamkeit, das möchte die 22-Jährige betonen, aber nach den positiven Reaktionen auf ihre Beiträge. „Außerdem liebe ich es, Bilder zu bearbeiten und mir kurze Texte dazu einfallen zu lassen. Ich möchte die Leute einfach teilhaben lassen, wenn neue Shootings oder Videodrehs bei mir anstehen.“

Sie ist ganz einfach schön. Nicht nur mit Bling-Bling-Filter auf Snapchat, Insta & Co., sondern auch jetzt, wenn sie erzählt. Da stellt sich die Frage nach Neid, nach Hatern und Anfeindungen. Damit hat sie bis jetzt noch nicht wirklich Erfahrungen gemacht. „Allerdings urteilen Leute ab und zu über mich, meinen mich zu kennen, tun das aber nur oberflächlich durch meine Bilder.“

Wir wenden uns den pikanteren, schärferen Speisen und damit Fragen zu. Ob ihr die (Selbst-)Inszenierung Spaß macht, möchte ich wissen, während wir einen Burger mit scharfer Soße bestellen. „Ich würde es nicht als Inszenierung bezeichnen. Vielleicht vermitteln meine Bilder nicht immer das, was ich damit sagen will, aber im Großen und Ganzen möchte ich authentisch bleiben, immer. I woa schon immer die Steffi, die gern fette Burger g’essn hat und das sollen die Leut ruhig sehen.“ Das sieht man wirklich. Also, nicht an der Figur (die ist nämlich Note: Sehr gut (1), kein (Insta-)Gramm zu viel), sondern an ihrem Strahlen, als sie den Burger nun endlich vor sich hat. Auch ihre knapp 9.000 Follower sollen das sehen. Sie stellt sich samt Burger in die Sonne, ich drücke ab, zack bumm, Insta ist um ein Bild reicher. Sie wischt sich die Burgersoße aus dem Gesicht, wir lachen darüber. Das macht sie sympathisch, bodenständig.

„Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und bin fast immer mit dreckigen und aufgeschlagenen Knien heimgekommen. Da bekommt man gleich eine gewisse Bodenständigkeit und Verbindung zur Natur, zur Heimat mit auf den Weg.“ Deshalb war auch der Auftritt im Dirndl als „Formula Una“ in Spielberg ein Highlight für sie. Dort hatte sie intensiven Kontakt mit Medien und Pressevertretern. „Ich hätte nicht gedacht, dass das mediale Interesse so groß ist. Natürlich ist man saunervös, wenn man fünf Kameras im Gesicht hat.“

Ein Stand hat mittlerweile unsere Aufmerksamkeit geweckt. Wir bestellen uns Gin mit Rhabarbersaft – bitter, aber süß im Abgang. So wie die Pläne für ihre Zukunft? Sie muss schmunzeln. „Bitter nicht, aber ganz einfach wird das, was ich vorhabe, sicher nicht. Ab November bin ich in Bildungskarenz und beginne meine Ausbildung zur Fitness- und Health, Präventions- und Rehabilitationstrainerin. Mich hat Sport immer schon interessiert und meine Mama hat im Reha-Bereich gearbeitet, da hab ich zuhause immer alle Geschichten von ihr aufgesaugt. Ich möchte mir etwas Gutes tun und auch den Menschen. Natürlich möchte ich später in dem Bereich arbeiten, ich hab da eine kleine Vision.“ Welche das ist, will ich natürlich wissen. Keine Chance, Pokerface. „Das können wir gern in 1 ½ Jahren besprechen, lieber Schlausi.“ (Ich hatte einige Spitznamen, aber der ist neu. Danke, Buchi.) „Aber auch da werd ich die Leute, die das wollen, daran teilhaben lassen.“ Man darf gespannt sein.

Sie meint, wir brauchen noch etwas Süßes. Keine Sorge, ich verkneife mir den schlechten Spruch bzw. muss es. „Des musst probieren“ … und schon steckt mir ihre halbe Waffel im Mund. Sie schafft es, zu begeistern. Sie ist der Kumpeltyp mit Modelambitionen, die blondeste Versuchung seit es die Spritzweinjugend gibt.

Wir verabschieden uns. Bussi links, rechts, links, drei Mal. Ich hab’s nicht vergessen.

 

Ihr Name ist Stefanie Buchmann, sie ist jetzt Teil der Spritzweinjugend.

 

Kontakt:

Stefanie Buchmann auf Facebook

Stefanie Buchmann auf Instagram

buchmann-cooperation@gmx.at

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s