Wir sehen uns, Vida!

„Wenn ich keine Lieder schreiben würde, würde ich wahrscheinlich gar nicht singen“, ein Statement, das mich beeindruckt. Schon beim Vorgespräch machte sie mir klar, dass sie lieber als Songwriterin und nicht vordergründig als Sängerin bezeichnet werden möchte.
In ihrer Grazer Wohnung sprechen wir jetzt über eine Leidenschaft, die im Leben der Architekturstudentin mittlerweile ganz klar Platz 1 eingenommen hat.

23
Mit zehn Jahren schrieb die heute 23-Jährige den ersten von mittlerweile über 200 Songs. „Es entsteht dauernd irgendwas. Das Texten ist für mich wie eine Therapie. Ich schreibe es hin und dann steht so viel von mir da auf einem Zettel und ich fühle mich … leichter. Es ist dann weg von der Seele.“ Die teils gefühlvollen, teils heiteren Lyrics haben sie als Vida Noa – solo mit Gitarre oder gemeinsam mit Band – bereits auf einige Bühnen geführt. Zuletzt war sie als Vorband im Grazer Orpheum zu sehen. „Es war ein absolut tolles Gefühl. Das Publikum ist super auf die Lieder angesprungen.“

Wundert mich nicht, dringen ihre Songs doch sofort ins Ohr und erinnern an die einer US-amerikanische Singer/Songwriterin. Man könnte meinen sie ist die steirische Taylor Swift.

Love Made Them
Wenn Mann sich die Songs auf ihrer Website ansieht, dann ist für ihn auf den ersten Blick titelmäßig vielleicht wenig dabei. Man(n) sollte aber nicht auf den ersten Blick, sondern auf das erste Hinhören vertrauen. Hinter Songtiteln wie 23, I Bet You’re Gonna Miss Me oder Roses & Hello, derer ich mich teilweise bei der Auswahl meiner Zwischentitel bedient habe, stecken eingängige Melodien und so gar nicht fade Rhythmen. Nichtsdestotrotz scheint Liebe das ausschlaggebende Motiv für ihre Texte zu sein.

Sie bejaht mir meine Frage, ob einige der Songs auf Enttäuschungen durch das männliche Geschlecht zurückzuführen sind. „Früher hab ich das schon gemacht, dass ich etwas Privates in Lieder verpackt und bei einem Auftritt kurz die Geschichte dazu erzählt hab. Die Retourkutsche war damals ganz deutlich in den Songtexten zu erkennen, heute nicht mehr. Diese Enttäuschungen finden nur mehr selten den Weg in meine Songtexte, liegt der Fokus doch auf Themen wie z.B. Selbstfindung. Ich erzähl bei den Gigs einfach viel lieber Geschichten aus dem Leben.“

Make It Happen
Einem Leben, das sie nach ihrem Architekturstudium der Musik, dem Schreiben von Liedern widmen möchte. „In fünf Jahren möchte ich das Songwriting zu meinem Beruf gemacht haben. Ich möchte hin und her reisen, für Künstler schreiben und davon leben können.“ Obwohl sie das mit einer bewundernswerten Selbstsicherheit sagt, weiß sie, dass es nicht einfach wird, aber man muss „daran glauben und hart daran arbeiten“, so die 23-Jährige.

Als den größten Erfolg würde sie ihren Text zu Wenn Kinder Träumen von Jeannine Rossi bezeichnen. Vor einigen Monaten durfte sie mit der ehemaligen DSDS-Teilnehmerin zusammenarbeiten und die Lyrics zur Single liefern.

Ein gewaltiger Schritt in Richtung Songwriting könnte auch der geplante Single-Release von Make It Happen sein. Der Text mit der Grundbotschaft „Mach’s einfach“ dient ihr als Vorbild für die musikalische Zukunft. „Ich war vielleicht immer ein bisschen zu vorsichtig, aber mit dieser Single will ich mich endlich trauen, meine Texte selbst vertonen und auf den Markt bringen.“

Zufällig kommen wir beide aus demselben Ort in der Südweststeiermark, wo ich sie vor einigen Monaten live erleben durfte. Ich erinnere mich zwar noch grob an den Abend, von den Liedern sind mir ehrlich gesagt nur mehr die Wortfetzen „Ey, ey“ im Kopf geblieben. „Ja, genau das ist Make It Happen“, bestätigt mir die fesche Grazerin. Mein persönlicher Beweis für eine eingängige Melodie, die man – wie man sieht bzw. hört – auch Monate später noch in den Untiefen seines Musikgedächtnisses wiederfindet. Und ich möchte auch in Zukunft mehr davon finden. Mehr von ihren Texten in meinem Kopf.

Make It Happen – Studio Diary:

Für mich ist nach diesem Gespräch klar, dass ich die musikalische Laufbahn dieses Talents weiterverfolgen möchte. Also, auf Vida-Sehen!

Ihr Name ist Petra Stambolija. Sie ist jetzt Teil der Spritzweinjugend.

 

Kontakt:

Vida Noa – Website

Vida Noa auf YouTube

Petra Stambolija auf Facebook

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